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Fettiges Fell beim Hund – was dahintersteckt

Das Fell wirkt strähnig, greift sich speckig an und riecht schon zwei Tage nach dem Bad wieder. Die erste Reaktion ist meist: öfter waschen. Und genau das macht es schlimmer.

Was Talg eigentlich macht

Die Talgdrüsen in der Haut produzieren ständig Fett. Das ist kein Fehler, sondern der natürliche Schutz: Er hält die Haut geschmeidig und das Fell wasserabweisend.

Der typische Hundegeruch kommt ebenfalls daher – nicht vom Schmutz, sondern vom Talg, der sich mit Hautzellen und Bakterien verbindet.

Der Teufelskreis

Jedes Shampoo entfernt den Talg. Die Haut merkt das und produziert nach. Wäscht man häufig, gerät sie in einen Zustand ständiger Nachproduktion – und das Fell wirkt schneller fettig als vorher.

Das heißt nicht, gar nicht mehr zu baden.

Es heißt: mit dem richtigen Shampoo baden und der Haut zwischen den Bädern Zeit lassen. Alle vier bis sechs Wochen sind fast immer besser als jede Woche.

Was sonst dahinterstecken kann

  • Die Fütterung. Ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren zeigt sich oft zuerst am Fell.
  • Zu wenig Bürsten. Bürsten verteilt den Talg über die Länge des Haars, statt ihn am Ansatz sitzen zu lassen. Bei kurzhaarigen Hunden macht ein Gummistriegel den größten Unterschied.
  • Rückstände im Fell. Schlecht ausgespültes Shampoo oder Conditioner beschwert das Haar und sieht aus wie Fett.
  • Das falsche Shampoo. Zu milde Produkte lösen den Talg nicht, zu scharfe treiben die Nachproduktion an.

Wann zum Tierarzt

Wenn das Fell plötzlich fettig wird, sich der Geruch stark verändert, die Haut gerötet ist oder der Hund vermehrt kratzt. Hormonelle Störungen und Hauterkrankungen zeigen sich häufig zuerst am Fell – das ist kein Pflegethema mehr.

So gehen wir im Salon vor

  • Tiefenreinigendes Shampoo, angemischt. Zwei Esslöffel auf 800 bis 1000 ml warmes Wasser.
  • Zweimal einschäumen. Beim ersten Mal löst sich der oberflächliche Talg, beim zweiten kommt das Shampoo an die Haut.
  • Drei Minuten einwirken lassen. Talg braucht Zeit, um sich zu lösen. Wer sofort ausspült, wäscht nur die Oberfläche.
  • Sehr gründlich spülen. Rückstände sehen am Ende wieder aus wie Fett.
  • Conditioner sparsam und nur in die Längen. Nicht an den Haaransatz.

Zwischen den Bädern

Täglich bürsten ist bei fettigem Fell der wirksamste Hebel – wirksamer als jedes Produkt. Bei kurzem Fell mit dem Gummistriegel in kreisenden Bewegungen, bei langem Fell mit Zupfbürste und Kamm.

Für zwischendurch hilft Trockenshampoo: Es bindet überschüssigen Talg und wird ausgebürstet, ohne die Haut anzugreifen.

Was wir dafür benutzen

Das Hundeshampoo Easy Clean reinigt bis auf die Haut, ohne zu überfetten. Bei kurzem Fell dazu den Gummistriegel, bei langem eine Zupfbürste.

Unsicher, was zu deinem Hund passt? Der Pflegeberater zeigt es dir in vier Fragen.

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