Zum Inhalt springen
Versandkostenfrei ab 75 € für Privatkunden und ab 200 € für Gewerbekunden · Lieferung mit DHL in 3 bis 5 Werktagen

Fellwechsel beim Hund – wie du gut durchkommst

Zweimal im Jahr tauscht der Hund sein Fell. In diesen Wochen entscheidet sich, ob er gut durch den Sommer oder Winter kommt – und ob deine Wohnung aussieht wie ein Wollknäuel.

Wann und wie lange

Der Fellwechsel beginnt im Frühjahr etwa im März und im Herbst im September. Ausgelöst wird er nicht von der Temperatur, sondern vom Tageslicht – die Länge des Tages steuert die Hormone, die das Haarwachstum regeln.

Er dauert sechs bis acht Wochen. Bei Hunden, die viel drinnen leben und abends bei künstlichem Licht sitzen, verläuft er oft unregelmäßiger und zieht sich länger.

Wen es besonders trifft

  • Doppelfell. Husky, Samojede, Schäferhund, Malamute, Spitz. Hier fällt die meiste Unterwolle an.
  • Langes Fell mit Unterwolle. Golden Retriever, Berner Sennenhund, Australian Shepherd, Collie.
  • Kurzes Fell. Labrador, Mops, Beagle. Weniger Volumen, aber die kurzen Haare stechen in Textilien und sind schwerer zu entfernen.
  • Kaum betroffen: Pudel, Bichon, Malteser und andere, die nicht haaren. Ihr Haar wächst durchgehend, dafür verfilzt es.

Warum es mehr ist als eine Putzfrage

Lose Unterwolle, die im Fell hängen bleibt, verfilzt zu einer dichten Schicht auf der Haut. Darunter zirkuliert keine Luft mehr, Feuchtigkeit bleibt stehen – und im Sommer kann sich der Hund darunter regelrecht aufheizen.

Was im Fellwechsel wirklich zählt

Nicht die Menge Haare, die du entfernst, sondern dass keine tote Unterwolle im Fell zurückbleibt. Sechs Wochen konsequent arbeiten spart den Rest des Jahres viel Mühe.

Die Routine für diese Wochen

  • Zweimal pro Woche zehn Minuten. Mehr bringt weniger, wenn die Abstände zu groß sind.
  • Mit dem Coat Grabber in Wuchsrichtung. Ohne Druck, nur mit dem Eigengewicht des Werkzeugs.
  • Vorher einsprühen. Seidenspray macht das Haar gleitfähig und verhindert Haarbruch.
  • Ein Bad zu Beginn. Feuchtigkeitsshampoo lockert die tote Unterwolle. Danach ist die halbe Arbeit schon erledigt.
  • Immer föhnen. Der Luftstrom treibt lose Unterwolle heraus. An der Luft trocknet dichtes Fell kaum und beginnt zu riechen.
  • Draußen arbeiten. Erspart das Saugen.

Was nicht hilft

Scheren. Das Deckhaar wächst danach ungleichmäßig nach und verliert seine Schutzfunktion. Der Hund hat es anschließend im Sommer schwerer, nicht leichter.

Öfter baden ohne Bürsten. Das Wasser löst die Unterwolle, aber wenn sie nicht herausgearbeitet wird, verfilzt sie beim Trocknen erst recht.

Nur an der Oberfläche bürsten. Der häufigste Fehler. Die lose Wolle sitzt unten, nicht oben.

Wann es kein normaler Fellwechsel ist

Wenn kahle Stellen entstehen, die Haut gerötet oder schuppig ist, der Hund sich viel kratzt oder der Haarverlust außerhalb der üblichen Zeit auftritt und nicht aufhört. Das gehört zum Tierarzt.

Was wir dafür benutzen

Das feuchtigkeitsspendende Shampoo zum Start in den Fellwechsel, danach den Conditioner Easy Smooth. Zum Herausarbeiten den Coat Grabber und vor jedem Bürsten das Fell-Seidenspray.

Unsicher, was zu deinem Hund passt? Der Pflegeberater zeigt es dir in vier Fragen.

Vorherigen Post Nächster Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.