Zum Inhalt springen
Versandkostenfrei ab 75 € für Privatkunden und ab 200 € für Gewerbekunden · Lieferung mit DHL in 3 bis 5 Werktagen

Weißes Fell wird gelb – woher es kommt und was hilft

Ein weißer Hund sieht nie ganz so weiß aus wie am ersten Tag. Mit der Zeit kommt ein Gelbstich dazu, an Pfoten, um die Schnauze und unter den Augen. Das hat mehrere Ursachen – und nicht alle lassen sich wegwaschen.

Die drei Arten von Verfärbung

Der allgemeine Gelbstich

Weißes Haar reflektiert das Licht. Durch Sonne, Umwelt und Oxidation verändert sich diese Reflexion mit der Zeit – das Haar wirkt cremig statt weiß. Genau dagegen arbeitet ein Shampoo mit blauen Farbpigmenten.

Tränenstein unter den Augen

Der rotbraune Streifen von den Augenwinkeln nach unten kommt von Porphyrinen – eisenhaltigen Stoffen im Tränenflüssigkeit. An der Luft oxidieren sie und färben das Haar. Besonders häufig bei Malteser, Pudel, Shih Tzu und Bichon.

Speichelflecken an Pfoten und Schnauze

Dieselben Porphyrine sind im Speichel. Wo der Hund leckt, verfärbt sich das Fell. Deshalb sind meist genau die Stellen betroffen, die er erreicht.

Der wichtigste Punkt

Tränenstein und Speichelflecken sind gefärbtes Haar, keine Ablagerung auf dem Haar. Man kann sie aufhellen, aber nicht herauswaschen. Wirklich weg sind sie erst, wenn das Haar nachgewachsen ist.

Was Pflege ausrichten kann

  • Shampoo mit blauen Pigmenten. Blau liegt dem Gelb auf dem Farbkreis gegenüber und gleicht es optisch aus. Kein Bleichen, sondern ein Farbausgleich.
  • Gründlich ausspülen. Rückstände im Fell ziehen Schmutz an und vergilben zusätzlich.
  • Die Augenpartie täglich abwischen. Mit einem feuchten Tuch, bevor die Tränenflüssigkeit oxidiert. Das ist wirksamer als jede spätere Behandlung.
  • Das Haar um die Augen kurz halten. Weniger Haar, das sich färben kann. Lass das den Hundefriseur machen.
  • Geduld. Bei gefärbtem Haar arbeitet die Zeit – rechne mit mehreren Monaten, bis es herausgewachsen ist.

Was Verfärbungen begünstigt

  • Feuchtes Fell. Wo es dauerhaft feucht bleibt, setzt sich die Verfärbung stärker.
  • Eisenhaltiges Leitungswasser. In manchen Regionen ein spürbarer Faktor.
  • Verstärktes Lecken. Oft ein Hinweis auf juckende Pfoten – dann ist die Verfärbung nur das Symptom.
  • Verstärkter Tränenfluss. Kann an zu langen Haaren am Auge liegen, aber auch an verstopften Tränenkanälen oder eingerollten Lidern.

Wann es zum Tierarzt gehört

Wenn der Tränenfluss plötzlich zunimmt, das Auge gerötet ist oder der Hund es zukneift. Wenn er auffällig viel an Pfoten leckt – das ist meist Juckreiz, nicht Langeweile. Und Finger weg von Produkten mit Antibiotika gegen Tränenstein, die im Internet angeboten werden. Die sind in Deutschland ohne tierärztliche Verordnung nicht zulässig.

Was wir im Salon tun

Baden mit Schneeweiß-Shampoo, drei Minuten einwirken lassen, gründlich ausspülen. Bei starkem Gelbstich zweimal. Danach Conditioner, weil das Haar sonst stumpf wirkt und der Gelbstich dadurch wieder stärker auffällt.

Die Augenpartie schneiden wir kurz und wischen sie aus. Und wir sagen ehrlich, was geht: Ein cremiger Hund wird heller. Ein tief eingefärbter Tränenstein braucht Zeit.

Was wir dafür benutzen

Das Hundeshampoo Schneeweiß mit blauen Farbpigmenten, danach den Conditioner Easy Smooth für den Glanz. Bei empfindlicher Haut um die Augen das Sensitiv ohne Parfüm.

Unsicher, was zu deinem Hund passt? Der Pflegeberater zeigt es dir in vier Fragen.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.